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Konditionierung von Halbzeugen durch Mikrorundkneten (2017)

Ishkina, S.; Schenck, C.; Kuhfuß, B.

8. Kolloquium Mikroproduktion, 27.11.-28.11.17, Bremen, Hrsg.: F. Vollertsen, C. Hopmann, V. Schulze, J. Wulfsberg, BIAS Verlag, 2017, ISBN 978-3-933762-56-6

Abstract

In diesem Beitrag wird die Prozesskette Rundkneten – Fließpressen untersucht. Dabei werden die Umformeigenschaften der Halbzeuge für das Fließpressen durch das vorherige Rundkneten beeinflusst. Diese Konditionierung durch eine Veränderung der Mikrostruktur, der Kaltverfestigung und der Geometrie der bearbeiteten Drähte wird durch die Prozessgestaltung beim Mikrorundkneten erreicht. Dazu wurden die Vorschubgeschwindigkeit, die Prozesskinematik in Form der Hubbewegung und der Relativgeschwindigkeit zwischen Werkzeug und Werkstück sowie die Geometrie der Werkzeuge variiert. Eine angepasste Prozessgestaltung, insbesondere eine neuartige Werkzeuggeometrie, ermöglicht eine extreme Gefügeänderung durch das Einbringen massiver Scherdehnungen. Die Bandbreite der erreichbaren Konditionierung wird anhand von Kraftverläufen beim nachgelagerten Fließpressen aufgezeigt. Es wird gezeigt, dass die sonst übliche Zunahme der Umformkräfte durch Kaltverfestigung vermieden werden kann, wodurch ein Zwischenglühen entfallen kann.

Schlagworte: Mikrokaltumformen, Prozesskette, Umformbarkeit, Werkzeuggeometrie